Rilana & Friends
Sommer, Sonne, sabotiert!
Kapitel 4: Verdreht und verbogen!
Es
war der dritte Ferientag. Direkt nachdem ich aufgestanden war, zog
ich mich an, schnappte mein Handy und lief auf den Hof. Ich hielt
Ausschau nach Rob. Wetten, er saß mit Ayesha Handy schauend auf
einem Heuhaufen?
Genau das war der Fall. War ja klar. Ich lief auf
ihn zu. „Hey, Rob!“, rief ich, wie immer.
Er schaute auf. „Hi,
was gibt’s? Bin grad mitten in 'nem Krieg!“ Rob steckte sein
Handy in seine Bauchtasche und stand auf.
„Fährst du in die
Stadt zum McDonald's und schaust nach Knöllchen? Ach so, und bring
uns am besten ein, zwei Burger mit. Dann muss ich heute nichts
kochen. Nimm am besten einen – hm – Chicken-Burger und einen
Veggie-Burger, für mich und Mom.“
Rob klopfte sich das Heu von
der Hose. „Ah ja, der Knöllchen-Check. Ich fahr sofort los.“
Ich
nickte ihm zu. „Genau.“ Dann zwinkerte ich. Rob ging zu seinem
Tesla und stieg ein. Etwas später war von seinem Auto nur noch ein
klitzekleiner Punkt auf der Autobahn zu sehen.
Ich schrieb meinen
Freundinnen, dass Rob und ich den Fall jetzt untersuchten.
Total
mies! Ayame verdächtigte mich, in Rob verknallt zu sein. Das war ich
überhaupt nicht! Verärgert schob ich mir das Handy zurück in die
Hosentasche.
Kaum war ich ein paar Schritte gegangen, kam Mom
ungewöhnlich ernst auf mich zu. Während sie mir die bebenden Hände
auf die Schultern legte, begann sie: „Morgen ist Pferdemarkt,
Schatz. Das ist die Chance. Mit Lynn, ihrem Mann und Andreas
habe ich schon besprochen, dass wir Ice Cream morgen verkaufen, weil
wir letztes Jahr schon beim Pferdemarkt waren und uns dort einen
festen Verkäuferplatz gesichert haben. Wenn wir Ice Cream verkaufen,
sind eine Menge Probleme schon mal außer Gefecht. Wahrscheinlich
wird Lia bis dahin aber auch noch etwas spenden.“
Ich biss mir
auf die Unterlippe und nickte. Sollte ich Mom vielleicht doch sagen,
dass Lia das Geld durch illegale Knöllchen auftrieb? Das als stummes
Geheimnis mit mir herumzutragen, war echt nervig.
Aber Mom deutete
meine Mimik total falsch. „Ich weiß, ich kann mich ja auch nur
sehr schwer von Ice Cream trennen. Aber auf einem größeren und
reicheren Pferdehof hat sie es bestimmt besser“, sagte sie
verständnisvoll. Bevor Mom mein Gesicht in die Hände nehmen konnte,
rannte ich zum Stall. Das war mir einfach alles zu viel. Dass ich die
Sache mit Lia jetzt immer noch mit mir herumtragen musste, war
wirklich blöd. Und das mit Ice Cream war auch sehr traurig. Ice
Cream war ungefähr so alt wie ich und so schon richtig lange auf
Moms Hof. Diese plötzliche komplette Umstellung würde ihr bestimmt
nicht guttun. Außerdem war sie sehr lieb und sensibel und würde
sich bestimmt noch extrem lange an ihre neue Umgebung gewöhnen
müssen. Hoffentlich würde sie keiner kaufen, dann könnte sie hier
bei uns bleiben, bei den Pferden, die sie kannte. Sie müsste halt
den Umbau durchmachen, aber das war besser, als für immer ihr
Zuhause zu verlassen. Vom Umbau bekamen die Pferde eigentlich nicht
so viel mit – erst dann, wenn ihre Boxen vergrößert wurden. Und
das hatte Mom noch gar nicht vor. Denn das konnten wir uns erst
leisten, wenn wir ein bisschen mehr Geld hatten... Viel mehr Geld.
Das bekamen wir dadurch, dass wir Ice Cream verkauften – Uff! Das
war echt eine verflixte Zwickmühle.
Plötzlich musste ich weinen.
Das alles überforderte mich einfach. Ich bewegte mich zu Ice Creams
Box und sperrte ihre Tür auf. Ice Cream war so brav, dass ich mich
darauf verlassen konnte, dass sie nicht aus dem Stall galoppierte.
Ich schmiegte mich an ihren Hals. Meine Tränen tropften auf ihr
Fell. Hoffentlich flossen sie nicht in ihre Nüstern. Boah, was für
eklige Gedanken mich schon heimsuchten! Ich schüttelte den Kopf.
Zu
spät bemerkte ich, dass Stimmen nach mir riefen. Was war wohl
los? Ich hatte nichts mitbekommen. Ich schloss schnell Ice Creams Box
ab und rannte aus dem Stall – zu meinen Friends. Sie waren gekommen
und riefen mich. Als sie mich mit Pferdehaaren auf dem T-Shirt kleben
und verflossenem Make-Up sah, fragte Ayame: „Rilana, was ist
passiert? Bist du okay?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nö.“
Ayame
trat einen Schritt auf mich zu und musterte mich besorgt. „Was ist
los?“ Sie klopfte mein T-Shirt ab. Ich schaute ihr in die Augen und
brach wieder in Schluchzen aus. „Wir verkaufen Ice Cream! Das ist
so beknackt!“, schrie ich sie an. Eigentlich wollte ich gar nicht
so wütend klingen.
Ayame umarmte mich. „Das ist echt doof. Hatte
sie nicht vor drei Tagen erst Koliken?“ Ihr Kopf drückte gegen
mein Ohr. Sie klang plötzlich richtig traurig, als sie hinzufügte:
„Ich werd mir wohl ein neues Lieblingspferd suchen müssen!“
Mayari
mochte es nicht, wenn Menschen traurig waren. „Kommt, Leute, gehen
wir ins Café? Rilana, du kriegst einen extragroßen klassisch
taiwanesischen Bubbletea und Ayame, du bekommst zwei Zitronenmuffins
à la Timo.“ Ayame grinste und rückte ihre Brille zurecht. Wir
gingen los.
Heute war ein bisschen weniger los als gestern
Nachmittag, was aber auch daran lag, dass gerade noch Vormittag war.
Jette lehnte über dem Tresen und spielte mit einem Kuli. Timo spülte
einen benutzten Kaffeebecher aus.
Wir bestellten bei Jette den
Bubbletea, die Zitronenmuffins und für Mayari einen neu
dazugekommenen Erdbeersmoothie. Dann setzten wir uns an den
Vierertisch von gestern, obwohl Lia nicht dabei war und deswegen ein
Stuhl übrigblieb. Egal, konnte ja sein, dass Timo oder Tasuke sich
noch dazusetzte. Aber im Gegensatz zu Mayari oder Ayame fand ich es
nicht so entscheidend, wer von ihnen es war.
Etwas klirrte. An dem
Tisch neben unserem saß Ayesha, der die Gabel runtergefallen war.
Für den Bruchteil einer Sekunde lächelte sie fake, aber als sie
mich erkannte, streckte sie mir die Zunge raus und rollte mit den
dunkelbraunen, stark geschminkten Augen. Aber dann zog was anderes
ihren Blick auf sich. Es war Rob, der gerade ins Café kam. Er winkte
Ayesha und mir zu und Ayesha winkte zurück. Rob setzte sich zu ihr
an den Tisch.
Ich lehnte mich zu ihnen rüber. „Wie ist's
gelaufen?“, fragte ich Rob. Er reckte den Daumen nach oben und zog
sich die Mütze vom Kopf. „Wie gedacht. Alles voll mit Knöllchen.
Die armen McDonald's-Kunden! Die wollten sich doch nur schnell was zu
essen holen!“ Er lachte und legte einen vor knallgelbem Käse
strotzenden Cheeseburger auf den Tisch. „Hier“, sagte er zu
Ayesha, „hab dir 'nen Cheeseburger besorgt.“
Ayesha zerrte Rob
mit dem Arm um seinen Hals zu sich, während sie „Cheese!“ rief
und ein Selfie mit Rob und dem Cheeseburger schoss. Ich verdrehte die
Augen.
Ich sah, dass meine Freundinnen schon fertig gegessen und
getrunken hatten. „Kommt!“, forderte ich sie auf und Mayari lief
zur Kasse. Bei der Gelegenheit stützte sich Ayame auf den Tresen und
winkte auffällig.
Timo grinste. Er winkte zurück. Als wir alle
schon fast draußen waren, schrie er: „Stopp! Ich hab noch was
vergessen!“ Mayari und ich liefen trotzdem weiter, weil wir
wussten, dass er eigentlich nur Ayame zurückholen wollte. Peinliche
Weise, ein Gespräch mit ihr anzufangen. Sie rückte ihre Brille
zurecht und lief zum Tresen zurück.
„Beobachten wir die zwei?“,
fragte Mayari und kicherte. Aber ich schüttelte entschlossen den
Kopf. Ich entschied: „Wir gehen zu Mom und klären sie über die
Sache mit Lia und den Knöllchen auf.“ Und das machten wir
auch.
„Aha.“ Mom schien jetzt viel zu kapieren und nickte.
„Ach so. Jetzt verstehe ich. Mit dieser Sache scheint Lia ja
ziemlich erfolgreich zu sein, vorhin hat sie mir nämlich eine Menge
Geld überwiesen. Ich hab mich schon gefragt, wo sie die her hat.“
Während ich bestätigend nickte, schaute ich zum Café. Ich
bemerkte, dass viele Menschen reingingen. Jetzt waren schon kaum noch
Plätze mehr frei, das sah ich durch die großen verglasten Fenster
und die offene Tür.
Timo brauchte aber ganz schön lange mit seiner
Liebeserklärung. Ayame war immer noch drin! Oder half sie ihm nur
und er war schon fertig? Achselzuckend drehte ich mich wieder zu Mom
um.
Plötzlich kam mir eine total gute Idee, wie wir Ice Cream
behalten konnten. „Können wir nicht einfach Tornado verkaufen und
dass Ice Cream hierbleibt? Der kann auch sicher teurer sein.“
Mom
seufzte unbeeindruckt. Dann legte sie den Kopf schief. Und als sie in
genervtem Tonfall „Nein, Schatz.“ sagte, schüttelte sie ihn. Ich
stemmte den Arm in die Hüfte und sah sie schief an. „Dein Ernst?
Okay, und was ist dein Argument?“, fragte ich und klang auch
genervt.
Mom schloss die Augen und legte frustriert die Hände an
die Schläfen. Sie atmete geräuschvoll ein und aus, während sie die
Augenbrauen hochzog. Ich stampfte mit dem Fuß auf. „Da hast
du's!“, erklärte ich ihr wütend, aber triumphierend. Ha! Mom
hatte kein Argument. Und ohne Argument auch keine Chance, Ice Cream
zu verkaufen statt Tornado.
Mom schaute weg. Und plötzlich fand ich
sie verdächtig. Warum wollte sie Ice Cream unbedingt verkaufen?
Wirklich nur aus Geldnot? Oder wollte sie sie einfach loswerden?
Oder... ? Ich fragte sie direkt. Alles. Ice Cream war Geld und wir in
Geldnot. „Haben wir wirklich so wenig Geld?“, flüsterte ich. Mom
nickte traurig. „Es ist...“, stotterte sie, „ Wir müssen Ice
Cream einfach verkaufen! Tornado wird mit dem Umbau viel besser
klarkommen und man kann besser auf ihm Reitstunden nehmen! Wenn wir
Ice Cream verkaufen, haben wir auch in Zukunft keinen Nachteil
davon.“
Ich explodierte. „Aber Ice Cream! Dann können die
Leute mehr Spaß bei den Reitstunden haben, aber Ice Cream wird dann
mit einer komplett neuen Umgebung klarkommen müssen! Das ist viel
schlimmer als ein Umbau! Eigentlich ist Ice Cream genau so lieb wie
Tornado, nur dass sie weniger Bock hat, geritten zu werden und mehr
gepflegt werden muss!“ Ich begann, langsam rückwärts zu gehen.
„Ist das ein Problem? Ayame kümmert sich doch um sie! Ist ihr
Lieblingspferd!“
Mom verschränkte die Arme vor der Brust und
konterte bissig: „Das ist jetzt gelogen! Ihr hängt doch sowieso
nur in Jettes und Timos Café ab! Außerdem wolltet ihr die Ferien
gar nicht so richtig auf meinem Hof verbringen!“ Mom riss in einer
Rekordgeschwindigkeit den Reißverschluss ihrer grau-violett
gemusterten Fleecejacke auf. Das Geräusch ließ mich zusammenzucken.
Es war zwar nur eine kleine Geste, aber sie vermittelte so viel Wut
wie zehn Standpauken zusammen.
Als ich auf das Café zurannte, warf
mir Mom ihre Strickjacke hinterher. So heiß wie ihr jetzt war,
brauchte sie sie natürlich nicht. Außerdem war es Sommer! Warum
trug sie immer diese bescheuerte Strickjacke?! Jetzt war sie mir
plötzlich richtig verhasst. Ich hörte die Strickjacke hinter mir
auf den Boden klatschen. Sollte sie da doch liegenbleiben!
Ich riss
die Tür zum Café mit einer solchen Wucht auf, dass mich bestimmt
alle Gäste anstarrten. Und das waren ganz schön viele. Ich hatte ja
gesehen, wie sie während meinem Streit mit Mom reingegangen waren.
Wer waren diese ganzen Leute überhaupt? Mich interessierte es
zwar nicht, aber mir fiel auf, dass ich niemanden kannte. Niemanden
außer Jette, Timo, Ayame und Lia. Aber Jette, Timo und Ayame nahmen
von mir keine Notiz. Sie waren viel zu beschäftigt. Also ging ich
auf Lia zu, die miesepetrig dreinschauend auf einem Cookie
herumkaute. Den frischen Kaffee-Latte, den Jette auf ihren Tisch
stellte, schien sie irgendwie gar nicht zu bemerken. Als Lia sah, wie
ich mich zu ihr setzte, hellte sich ihre Miene auf. „Hi Rilana!“,
sagte sie zu mir. „Was machst du denn hier? Soll ich dir einen
Bubbletea spendieren? Na ja, das Café wird heute auch ohne eine
Zusatzspende von mir überleben, so wie es hier aussieht. An Gästen
und Einnahmen mangelt es den Waltz-Kindern gerade ja nicht.“
Ich
grinste frech und antwortete: „Ich hätte aber trotzdem nichts
gegen einen kostenlosen Bubbletea.“ Mein Grinsen steckte Lia an.
Sie stand von ihrem weißen Stuhl aus Kunststoff auf und beugte sich
verschwörerisch zu mir. „Klar, es geht ja nicht um dich, sondern
um das Café hier. Anstatt vier Euro neunundneunzig hier für ein
vergängliches Produkt auszugeben, könnte ich sie ja auch Sina
spenden – ihr hilft der kleinste Cent, den Reiterhof ein Stückchen
aufzupeppen. Aber für dich mach ich das jetzt einmal. Um ehrlich zu
sein, hab ich mir ja auch selbst Cookie und Kaffee-Latte
gegönnt.“
Ich schnaubte,
während sie mir den Rücken zuwandte und zum Tresen stöckelte, um
meinen Bubbletea in Auftrag zu geben. Mom klaute mir die Bubbleteas!
Hätte sie vor dem Umbau ein bisschen nachgedacht, müssten wir nicht
so sparen und es würde auch kein Streit wegen Pferdeverkauf und
spendablen Bubbletea-Aktionen geben.
Ich gab Lia ein Zeichen und
verließ kurz das Café, um Moms verfluchte Strickjacke vom Boden
aufzuheben, bevor eine Gruppe neuer Kunden sie tiefer in den Erdboden
stampfte. Dass die alten Klamotten von meiner Mom hier herumlagen,
hinterließ bestimmt keinen guten Eindruck. Manchmal musste ich doch
wirklich den Kopf über sie schütteln. Als ich wieder im Café auf
dem Weg zu Lias Tisch war, war ich immer noch damit beschäftigt,
Moms Jacke abzuklopfen.
Jemand zupfte am Ärmel meines hellgrauen
Jersey-T-Shirts. Wenn das jetzt Mom war... Würde ich ausrasten! Aber
es war nicht Mom – es war Ayame. Die hatte sich aber ganz schön
Zeit gelassen, bis sie mich endlich wahrnahm. Das war eindeutig Timos
Einfluss.
AyAy strahlte mich an. „Hier zu arbeiten ist krass
entspannend! Ich weiß, es sind voll viele Leute da, aber es ist halt
'ne tolle Arbeitsatmosphäre.“ Sie schielte durch die Brille zu
Timo. Dass Ayame hier Spaß am Arbeiten hatte, war auch sein
Einfluss. Ups.
Trotzdem. Ayame hatte jetzt wichtigeres zu tun. „Du
musst Mom erklären, dass du dich gerne um Ice Cream kümmerst und
das dann am besten auch machen, ansonsten muss sie wirklich verkauft
werden! Aber stattdessen könnte doch auch einfach Tornado
ausziehen!“ Ich griff Ayames Arm und sah ihr in die schmalen
braunen Augen. Ayame klopfte mir auf die Schulter. „Das kriegen wir
hin. Aber... Ist Tornado nicht dein Lieblingspferd?“ Sie nahm meine
Hand. Ich sah mich um. Dann schüttelte ich den Kopf und erklärte:
„Nein, eigentlich nicht. Ice Cream ist schon so lange auf dem Hof,
ich mag sie einfach mehr.“
Ayame nickte verständnisvoll.
Irgendwie war es schade, dass Ice Cream nicht auch Mayaris
Lieblingspferd war – denn das war eindeutig Cora. Wo war Mayari
überhaupt? Wenn mein Bubbletea gekommen war, würde ich sie suchen
gehen. Und jetzt konnte ich ja live mitverfolgen, wann er kam. Ich
brauchte nur über den Tresen zu schauen.
Ayame drückte meine
Hand und ließ sie los, um Timo zuzuwinken. Dann ging sie aus dem
Café. Ich sah, wie sie zu Mom und dann zu Ice Cream lief, und musste
grinsen. Wir waren einfach ein echt gutes Team.
Jette drückte Lia
meinen klassisch taiwanesischen Bubbletea in die Hand, und Lia mir.
„Gehen wir?“, fragte sie mich, „Nicht dass wir noch in
Versuchung kommen, weitere Produkte zu kaufen!“
Ich stimmte ihr
zu. Also bezahlten wir bei Jette, die sich wie immer mehr um die
Kunden und die Kasse kümmerte. Sie nickte uns zu, während sie das
Geld umständlich in einer Schublade verstaute.
Wir gingen nach
draußen. Als ich sah, dass Lia sich auf Mom zubewegte, fiel mir die
Strickjacke ein, die ich mit mir herumtrug. Ich warf sie Lia zu und
sie gab sie Mom. Die beiden fingen an, über den Pferdeverkauf zu
reden. Ich stampfte auf. Als Mom das sah, band sie sich seufzend die
Fleecejacke um. Uff. Darauf hatte ich jetzt überhaupt keine Lust.
🐴
Vielleicht
war Mayari im Stall. Also marschierte ich dorthin. Fehlanzeige. Ich
konnte nur Ayame finden, die sich mit Ice Cream beschäftigte.
Ich
sagte Ayame, dass ich Mayari suchen ging und sie, wenn sie fertig mit
Ice Cream war, in die Suche einsteigen würde. In zwanzig Minuten
würden wir uns im Haus treffen und falls eine von uns Mayari bis
dahin gefunden hätte, würde sie sie mitbringen.
AyAy reckte den
Daumen nach oben. „Okay, teilen wir uns auf. Du kannst schon
losgehen, ich mach noch Ice Cream fertig. Hoffentlich mag Mayari sie
auch so gerne, dass wir protestieren oder deine Mom anbetteln können,
dass sie nicht zum Pferdemarkt muss. Good Luck!“
Ich nickte und
rannte aus dem Stall. Fast prallte ich mit Ayesha zusammen. „Hey,
pass doch auf!“, sagten wir gleichzeitig. Und anstatt deshalb zu
lachen, wurden wir nur noch wütender.
Rob mischte sich ein. „Hey,
passt doch beide auf! Übrigens, Rilana: Hier sind die Burger für
dich und deine Mudda. Veggie und Chicken, ne?“ Er fuchtelte mit den
Burgern und seiner Mütze. Ich nahm die Burger entgegen und zwinkerte
bestätigend.
Ayesha stöhnte. Komisch! Warum war sie dauernd so
aggro? Ich winkte Rob zum Abschied.
Als
ich schon den ganzen Hof bis auf das Haus abgeklappert hatte und
schon Ayame, Ayesha und Rob, Lynn, ihren (rauchenden) Mann, meinen
Dad, Mom, Moritz (mit neuen Hufeisen!) und Timo, der auf der Suche
nach Ayame auf dem Hof herumgestreift war, nach Mayari gefragt hatte,
kam mir der Gedanke, dass sie vielleicht einfach nach Hause abgehauen
war.
Stopp. Noch einen letzten Versuch. Da ich mich sowieso mit Ayame
dort treffen würde, ging ich ins Haus. Vielleicht war sie ja dort!
Zuerst dachte ich, das Haus wäre leer. Aber dann hörte ich
merkwürdige Geräusche. Es hörte sich so an, als würden Menschen
fröhlich fiepen und auf- und abspringen. Bewaffnet mit zwei Burgern
schlich ich von Zimmer zu Zimmer. Moment, die Geräusche wurden
lauter und ich konnte außerdem hören, wie in unregelmäßigen
Abständen etwas gegen die Wand klatschte.
Nervös bog ich um die
Ecke und stieß die angelehnte Tür zum alten Wohnzimmer auf, das zum
Gästezimmer umfunktioniert werden sollte, weil wir inzwischen ein
neues Wohnzimmer hatten: Das mit dem grauen Sofa.
Fast hätte ich
losgeprustet. Mayari war tatsächlich hier, aber sie war nicht
allein. Zusammen mit Tasuke strich sie die Wand, und sie hatten eine
richtig komische Art, das zu tun. Während Mayari fiepte und
kicherte, lachte Tasuke etwas leiser. Mayari dagegen war
unüberhörbar, denn ich hatte sie ja auch schon am anderen Ende des
Flurs vernommen. Die Geräusche, die so klangen, als klatschte etwas
gegen die Wand, kamen davon, dass Mayari und Tasuke hochsprangen, um
die komplette Wand mit großen, vor Farbe triefenden Pinseln zu
streichen. Na ja – streichen konnte man es nicht wirklich nennen.
Sie gestalteten die Wand eher so, dass es nach abstrakter Kunst
aussah.
Ich konnte nicht anders: Ich schnappte mir auch einen
Pinsel und machte mit beim kindischen Hoch-spring-Spiel. Es war
übrigens überhaupt nicht risikofrei, denn wie ich jetzt bemerkte,
hatte Mayari viele bunte Tupfer im Haar. Tasuke hatte einen großen
knallgelben Farbfleck im Wirbel. Schon bald hatte ich ebenfalls die
Kontrolle verloren und sah aus wie die Wand – also wie abstrakte
Kunst.
Während ich hochsprang, um an den obersten Punkt der Wand
zu kommen, ging mein Schnürsenkel auf. Nachdem ich meinen
gescheiterten Versuch abgebrochen hatte, hockte ich mich auf den
Boden und band mir den Schnürsenkel zu einer Schleife. Als ich
fertig war, sah ich mich noch ein wenig auf dem Boden um. Neben der
Tür stand ein großer schwarzer Rucksack. Wahrscheinlich der von
Tasuke. Er hätte auch Mayari gehören können, aber dafür kannte
ich sie zu gut. Mayari trug keine Rucksäcke mehr, seit sie in der
siebten Klasse war. Inzwischen schleppte sie ihre Schulsachen
meistens in einer mintgrünen Longchamp-Tasche, und wir würden nach
den Sommerferien in die Neunte kommen. Außerdem: Warum sollte Mayari
in den Ferien einen schwarzen Rucksack tragen, wo sie doch nicht mal
ihre Tasche mithatte?
Meine Schultasche war auch von Longchamp, aber
dunkelblau. Die von Mayari fand ich jedoch ehrlich gesagt krasser,
weil an der Tasche pinke und lilafarbene Schlüsselanhänger
baumelten und die Tasche dadurch einen Tropic-Look erhielt. Ayames
Schultasche war nicht von Longchamp, sondern eine Asics-Sporttasche
in Apricot. Dass der schwarze Rucksack Tasuke gehörte, war trotzdem
nicht klar. Er konnte genauso gut Lynns Mann, Rob, Dad oder Ayesha
gehören. Oder vielleicht Lynn oder Lia. Dass er Mom gehörte, war
eher unwahrscheinlich. Dann müsste er nämlich neu sein, und für
neue Rucksäcke hatten wir kein Geld.
Ich stand auf und zeigte auf
den Rucksack. „Tasuke?“, fragte ich, „Ist das deiner?“ Ich
legte meinen Pinsel beiseite.
Tasuke drehte sich um und nickte.
„Da ist... Nicht anfassen. Da ist was für später drin“,
erklärte er nervös. Dann ging er zur Spüle, um seinen Pinsel
auszuwaschen.
Verdächtig! Was war in seinem Rucksack?! Na ja,
vielleicht war es auch nur eine geheime Überraschung für Mayari
oder so. Bislang war mir Tasuke jedenfalls nicht sehr kriminell
vorgekommen. Also zuckte ich die Achseln und ging auch zur Spüle, um
meinen Pinsel zu säubern. Mayari begann währenddessen, die Deckel
auf die Farbeimer zu packen.
Die
Tür ging auf. Ayame kam keuchend rein. Ich schaute auf meine Uhr.
Sie war zwei Minuten zu spät.
„Da seid ihr!“, rief Ayame,
nahm ihre Brille ab und rieb sie an ihrem T-Shirt sauber. Ich
schmunzelte. „Ja, genau, hier sind wir! Nein, Spaß
beiseite. Du hast die ganze Zeit mit Timo geflirtet und bist so
gestresst, weil du die Zeit vergessen hast! So ist es doch,
oder?“
Ayame setzte ihre Brille auf und verlagerte ihr Gewicht
auf den linken Fuß. „Äh... nein, also – halbwegs. Aber es ist
wirklich nicht so, wie ihr denkt. Ich hab schon nach euch gesucht,
echt. Aber Timo hat eben mich gesucht, deswegen haben wir uns noch
getroffen und bisschen geredet.“ Sie hielt den Zeigefinger einen
Zentimeter über dem Daumen. Unter Lachen fügte sie hinzu: „Un
peu!“, wie es immer unsere Französischlehrerin machte, wenn es nur
ganz wenig regnete. Mayari und ich stimmten in das Kichern
ein.
„Leute, wir haben Ferien und keinen
Fremdsprachenunterricht, und außerdem sind wir nicht in
Frankreich!“, kommentierte Tasuke und begann, laut in seinem
Rucksack zu kramen. Ayame hob eine Augenbraue und verzog das Gesicht.
„Aha, und passenderweise ist das aber dein Schulrucksack.
Verarschen kann ich mich selbst.“
Tasuke konzentrierte sich auf
seinen Rucksack. „Chill!“, stöhnte er, während er ihr einen
genervten Blick zuwarf – einen
Ich-bespritz-euch-gleich-mit-Bubbletea-Blick.
Ayame stampfte auf.
„Wehe, wenn du da drin eine Granate hast, die du dir von meinem
Taschengeld gekauft hast! Du weißt nicht, welchen Schaden du mit
diesem Diebstahl angerichtet hast! Und falls du wirklich eine Bombe
im Rucksack haben solltest: Auf Mayari brauchst du sie gar nicht zu
werfen – ihr Herz explodiert gleich eh von alleine!“
Mayari
ballte die Fäuste. „Was laberst du?!“
„Sorry, Mayari. Geht
nur um Tasuke.“ Ayames Tonfall war nicht mehr ironisch. „Tasuke,
du Taschengeld-Dieb und Mango-blondierter Blödmann! Übrigens, du
hast selber gelbe Farbe auf dem Kopf!“ Sie zeigte auf den gelben
Farbklecks in seinem Wirbel. Mayari schien jetzt wirklich zu
explodieren: „Das ist doch...“ Ich schnitt ihr das Wort ab: „...
Sweet, ja, ich weiß! Hört jetzt auf, euch zu zoffen, das bringt uns
überhaupt nicht weiter!“
Plötzlich wurde Ayames wütender
Blick weich. „Du wusstest das?!“
Ich hatte überhaupt nicht
gesagt, dass ich irgendwas weiß. Was meinte Ayame? Ich starrte sie
verwirrt an und auf meiner Stirn bildeten sich Falten. Aber
vielleicht war auch gar nicht ich gemeint. Wusste Mayari was? Aber
sie starrte nur auf Tasuke. Ich schaute zu ihm rüber.
Natürlich. In
der Hand hielt er das überteuerte Parfüm von Ayames
Lieblingssängerin. Und die hatte mit einer Bombe gerechnet – total
daneben! Ich prustete los. Dann sah ich zu Mayari rüber, die in eine
Art Schockstarre verfallen zu sein schien. Während sich ihr Körper
überhaupt nicht regte, klappte ihr die Kinnlade runter und ihre
Augen wurden von Sekunde zu Sekunde größer und glubschiger. Nein,
Spaß, so super extrem war es nicht, aber schlau sah es auf jeden
Fall nicht aus. Ich schüttelte den Kopf. Wie konnte Mayari so
fasziniert von Tasuke sein?!
Ayame schnappte Tasuke das Parfüm
aus der Hand, aber ohne den üblichen gemeinen Blick.
Mayari, die
inzwischen so aussah wie ein tomatenfarbener Fisch, der das Meer
auszugluggern versuchte, fiel ihr um den Hals. Weil Ayame so
beschäftigt mit dem Mayari-Fisch war und nicht bemerkte, wie ich ihr
das Parfüm aus der Hand nahm, hatte ich genug Zeit, um die zwei
damit vollzusprühen. Parfüm war in dem Fall viel besser geeignet
als Bubbletea. Die Flasche war so groß, dass meine kleine Schandtat
also keine Verschwendung war.
Wo waren eigentlich meine zwei
Burger abgeblieben, mit denen ich mich bewaffnet hatte, als ich
Mayaris und Tasukes komische Laute gehört hatte? Verstehe, ich hatte
sie auf die Ablagefläche neben der Spüle gestellt. Inzwischen war
es Zeit fürs Mittagessen, wie mir auffiel.
Mayari, die von ihrem
Schock genesen war, fragte sofort: „Für wen sind die Burger?“
Ich grinste sie frech an und erklärte schadenfroh: „Für mich und
Mom.“
Tasuke riss mir blitzschnell den Chicken-Burger aus der
Hand. „Noch nicht!“, rief er dabei. Dann legte er meinen Burger
aber schmollend wieder auf die Spüle. „Ich geh zum Asia-Shop und
hol mir Chicken-Teriyaki. Willst du auch, Ayame?“
Ayame nickte
stürmisch. „Ja, klar! Warum fragst du überhaupt? Oder... Nee,
doch nicht. Ich geh lieber ins Waltz-Café und hol mir da was.“ Sie
rückte ihre Brille zurecht. Ich war wirklich ziemlich erstaunt.
„Wegen Timo lässt du dir kostenloses Asia-Food entgehen! Das nenn
ich mal ein starkes Stück!“, rutschte mir raus.
„Okay“,
grummelte Tasuke, „soll ich dann dir ein Chicken-Teriyaki
mitbringen, Rilana? Ah, nee. Du hast ja deinen Burger. Dann du,
Mayari?“
Mayari strahlte. Dann schien ihr aber einzufallen, dass
sie in Wirklichkeit gar kein Chicken-Teriyaki mochte. Mit übertrieben
traurigem Blick schüttelte sie den Kopf und vergrub die Hände in
den Taschen ihrer blauen Wide-Leg-Jeans.
Kurz darauf brachte ich
Mom ihren Veggie-Burger und verließ zusammen mit Ayame und Mayari
das Haus, um im Waltz-Café zu essen. Tasuke war währenddessen im
asiatischen Supermarkt und kaufte sich eine Fertigmischung für sein
Chicken-Teriyaki.
Ungewohnterweise
bestellte sich Ayame ein Tiramisu. Mir erklärte sie, dass die
Zitronenmuffins ihr langweilig geworden waren, aber meine Vermutung,
was wirklich dahinter steckte, lautete so: In Tiramisu war Koffein
drin. Koffein, also Kaffee, tranken Erwachsene. Wenn Ayame Koffein
aß, wirkte sie erwachsen und konnte Timo beeindrucken, der das
sicher sehr cool fand und selber bestimmt noch keinen Kaffee trank.
Ich schüttelte den Kopf über meine Freundinnen. Alles, was sie
taten, hatte so einen unernsten Grund. Tiramisu wegen Timo,
Glubschaugen wegen Tasuke, Drama wegen Parfüm.
Als Timo
komischerweise nicht an der Spülmaschine oder sonst wo war, sondern
natürlich Ayame Tiramisu brachte (obwohl das eigentlich Jettes Job
war) fiel mein Blick sofort auf die Gabel. Sie war so stark verbogen,
dass man nicht mehr mit ihr essen konnte. Ich wies mit dem
Zeigefinger auf die Sabotage. Denn das war es eindeutig. Wie dumm von
Ayame, dass ihr die verbogene Gabel erst auffiel, als ich mit den
Fingern schnippte.
Mayari schusterte sich einen halbwegs logischen
Grund für die Sabotage zurecht: „Ayame, du musst dringend
aufhören, Timo den Kopf zu verdrehen, ansonsten verdreht er hier
alle Gabeln!“ Ich verdrehte (!!!) die Augen und nahm die Gabel in
die Hand. „Leute“, begann ich tonlos, „hört mir mal zu! Jemand
sabotiert das Waltz-Café!“
Ayame nickte ernst. Dann bekam sie
plötzlich einen Lachflash. „Warst du das, Timo?“, fragte sie in
Timos Richtung und hielt die Gabel in die Luft. Timo schreckte von
der Kaffeemaschine hoch. „Was?! Was ist denn mit der Gabel
passiert? Das war ich nicht! Scheiße...“ Er machte einen Umweg um
den Tresen und rannte zu uns. Irgendwie war Timo verdächtig. Aber um
sein eigenes Café zu sabotieren war er eigentlich zu dumm. Na ja,
eher war es das Café seiner Mutter. Trotzdem.
Apropos Lynn. Gerade
kam sie rein. Auf ihrer Stirn standen Schweißperlen, aber sie wirkte
zufrieden.
Timo drehte sich zu ihr um und brachte ein misslungenes
schiefes Lächeln zustande. „Hi, Mama. Bei uns wurde was sabotiert!
Irgendein Kleiner hat diese Gabel hier verbogen.“
Lynn runzelte
die Stirn und sah sich die Gabel genauer an. „Verbogen! So was! Das
ist ja ein Ding! Warst du das vielleicht, Timo? Hast du sie irgendwie
in der Spülmaschine zwischen zwei Töpfen eingeklemmt, natürlich
aus Versehen?“ Sie lächelte, aber es wirkte besorgt. Timo riss die
Augen weit auf und breitete erklärend die Arme aus. „Nein, das war
ich nicht, Mama! Ich schwöre!“, rief er überzeugt.
Lynn nickte
seufzend. „Jette? Wie sieht's mit dir aus?“ Sie bedeutete Jette
mit einer Handbewegung, herzukommen. Jette schüttelte irritiert den
Kopf. „Ich war's auch nicht, Mama! Ich schwöre! Auch!“ Sie
stellte sich mit gehobenen Händen neben Timo. Der legte ihr den Arm
um die Schulter und griff Ayames Hand. „Wir alle waren das nicht!
Irgendwer verbiegt hier unsere Gabeln und will, dass wir pleite
gehen!“, sagte er mit fester Stimme.
Ich legte Lynn die Hand auf
den Arm. „Vielleicht können wir das genauer untersuchen. Ich mache
das und Ayame und Mayari unterstützen mich dabei.“ Ich gab ihr die
Hand. Lynn schüttelte sie kräftig. „Danke.“
Ayame lachte
auf. „Bist ja schon wieder voll das Detektiv-Girl, Rilana!“,
bemerkte sie, während sie unauffällig ihre Brille zurechtrückte.
Ich winkte alle fünf näher an mich heran und flüsterte: „Aber
wir ermitteln undercover. Wir sind auch keine offizielle
Detektivgruppe, okay? Das ist jetzt nur dieses eine Mal. Wir sind
keine zweiten Drei Ausrufezeichen oder sowas, kapiert? Wir machen die
null nach.“
Ayame und Mayari nickten synchron. Lynn wandte den
Blick nicht von der verbogenen Gabel ab. Heute trug sie eine
hellblaue Musselinbluse und eine braune Skinny-Jeans mit Patches an
den Knien. Ohne ihre typische abgewetzte Lieblingslatzhose wirkte sie
viel weniger stämmig. „Wirklich gut, dass ihr für mich
ermittelt“, sagte sie zu mir. „Ich hätte dafür leider echt
keine Zeit. Der Umbau ist echt einnehmender, als ich dachte.“ Umbau,
Umbau! Immer dieser Umbau! Gefühlt die ganze Zeit redeten alle vom
Umbau. Und seit zwei Minuten hatten sie angefangen, auch über die
Sabotage zu reden. Wer mochte nur der Saboteur sein?! Oder war es
eine Frau, eine Saboteurin? Ich hatte keine Ahnung.
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